9. Umtopfen und Wurzelschnitt (von Gerd Heuckeroth)

a.) 

Die Wurzeln haben die Schale ausgefüllt und können nicht weiter waschsen. Ein 

Bonsai leidet, wird er nicht regelmäßig umgetopft und im Wurzelbereich

beschnitten. Wurzelschnitt schaft neuen Raum in der Schale.

 

aa.)

Die Schale ist mit Wurzeln ausgefüllt:

 

  • die Zwischenräume in der Schale nehmen ab, damit auch der Anteil der luftgefüllten Poren, Mangel an Sauerstoff behindert den Wurzelstoffwechsel.

ab.)



Alte Wurzelsysteme verlieren die Möglichkeit, Nährsalze und Wasser aufzunehmen:

 

  • dafür sind die frischen Faserwurzeln oder Wurzelspitzen da, die aber nur aktiv werden können, wenn entsprechende alte Wurzeln zurück geschnitten werden. Alte Wurzeln transportieren lediglich das Wasser, nehmenes aber nicht auf.
  • BEDENKE - begrenzter Substratbereich in der Schale kann nicht mit der offenen Erde in der Natur verglichen werden. - Unser Eingriff ist notwendig.

 

a)      Die Wurzeln haben die Schale ausgefüllt und können nicht weiter wachsen.

Ein Bonsai leidet, wird er nicht regelmäßig umgetopft und im Wurzelbereich beschnitten.

Wurzelschnitt schafft neuen Raum in der Schale.

 

aa) Die Schale ist mit Wurzeln ausgefüllt:

 

-         die Zwischenräume in der Schale nehmen ab,

-         damit auch der Anteil der luftgefüllten Poren,

-         
Mangel an Sauerstoff behindert den
Wurzelstoffwechsel.

 

 

 

ac.)

In der Erziehungsphase sollten ca. 1/3 bis ½ des Wurzelsystems entfernt                
werden. Bei älteren oder fertigen Bonsai ¼ bis 1/3 der Wurzeln.

  

        

ad.)

Möglichkeit auf Überprüfung von Wurzelschädlingen.

 

 

b)      Die Erde altert.

 

 

ba) Die Wurzeln breiten sich aus und verdichten sich. Der dadurch  

       entstehende Druck zerstört die krümelige Struktur der Erde. Diese

       ist aber wichtig für die Wasserspeicherung und den Sauerstoffgehalt.

 

bb)     Grobes Granulat für Erziehungsbäume, Feingranulat für alte, fertige Bäume.

 

 

c)     Wachstum der Wurzeln und des Laubes/der Äste muss ein Gleichgewicht

Darstellen.

 

ca) Rückschlüsse auf den Zustand der Wurzeln:

 

-         lange Äste/Internodien weisen darauf hin, dass auch Teile des

Wurzelsystems zu lang sind.

 

            cb) Also

-          alte Wurzeln entfernen um auch das feine Wachstum in der

       Aststruktur zu erreichen

 

 

d)     Umtopfrhythmus:

 

da)   Erziehung: 
Kiefern/Wacholder jährlich oder max. alle 2 Jahre, Laubbäume jährlich

 

db)   Fertige Bäume: Kiefern/Wacholder alle 3-5  Jahre, Laubbäume
alle 1-2 Jahre

 

dc)   Zeitpunkt:  
(Faustregel) wenn im Frühjahr die Knospen zu schwellen

                                                
beginnen.

 

cc)      Nach
einem starken Rückschnitt im oberen Bereich sollte ein Umtopfen

erfolgen, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Wichtig!! Allerdings nicht vorher oder nachher drahten - Zeitpuffer –

               

 

 

 

Horst Krekeler gab uns (BFW 94) den Rat, und das erscheint logisch:

 

Umtopfen im Herbst, denn dann können sich noch bis zur Ruhezeit Wurzeln          entwickeln, die dann im Frühjahr genug Substanz haben um den Neuaustrieb zu

versorgen.

Wird im Frühjahr umgetopft (immer vorausgesetzt, dass ein Wurzelschnitt

begleitend ist), ist das eingekürzte Wurzelsystem nicht ausreichend in der Lage,        die frischen Triebe zu versorgen. Die neuen Wurzeln sind noch nicht entwickelt.

Der Baum kann Probleme bekommen.