4. Indoor-Bonsai was ist das?

Eine Miniaturausgabe trop.- und subtropischer Bäume oder Sträucher in schönen Gefäßen für die Wohnung. Der Ursprung der Bonsaikultur liegt in China und wurde später auch in Japan meisterhaft weiterentwickelt. Durch die Verbindung - Pflanze und Schale - entsteht eine harmonische Einheit und in vielen Jahren ein Miniaturbaum, der jeden Betrachter fasziniert. Indoor- Bonsai sind Zimmerbonsai und im Grunde leicht zu pflegen, wenn einige Grundregeln beachtet werden.

Grundregeln der Pflege

Die Erde sollte immer feucht sein, damit die Wurzeln nicht absterben. Bei sehr kleinen Gefäßen ist dies besonders wichtig. Bitte überprüfen Sie Ihre Gießgewohnheiten am Anfang täglich. Es ist wichtig, dass die Erde durchdringend feucht wird. Es ist auch möglich die Gefäße in ein Wasserbad zu stellen bis die Erde vollgesaugt ist. Tabletts oder Unterschalen gefüllt mit einer dünnen Schicht Tongranulat sind besonders zu empfehlen, wenn Sie eine Sammlung zu versorgen haben. Das Tongranulat immer feucht halten, damit entsteht ein positives Kleinklima.

Düngen

Vom Frühjahr bis Herbst 1-2 mal monatlich düngen wie andere Zimmerpflanzen. Es können handelsübliche Flüssigdünger verwendet werden. Die jeweils angegebene Menge für die Düngerlösung ist am besten zu halbieren, damit eine Überdüngung ausgeschlossen ist. Frisch verpflanzte Indoor-Bonsai bekommen ihren erste Düngung nach ca. 6-8 Wochen. Damit die Wurzeln nicht verbrennen, ist zu beachten, dass die Erde vor jeden Düngen feucht ist. Blühende Indoor-Bonsai werden erst wieder nach der Blütezeit gedüngt.

Formgebung - durch Schneiden

Die Gestaltung können Sie selbst entwickeln. Das Betrachten Ihres Indoor-Bonsai`s und das bewusste Betrachten der Baumformen in der Natur helfen Ihnen dabei. Um eine typische Bauform zu erhalten, ist ein regelmäßiges Schneiden der Triebe erforderlich. Gelegentlich können auch Zweige oder Äste entfernt werden, wenn sie störend wirken. Je nach Wuchsfreudigkeit der Pflanze muss mehr oder weniger oft geschnitten werden.

Formgebung - durch Drahten oder Binden

Als Korrekturhilfe ist auch das Drahten mit weichem Kupferdraht oder das Binden von Ästen mit Bast zu erwähnen. Der Einsatz dieser Hilfsmittel ist bei Indoor-Bonsai in der Regel nicht unbedingt erforderlich. Diese verschiedenen Techniken werden in Bonsai-Büchern erläutert.

Umpflanzen

Wir empfehlen nach zwei Jahren das Umpflanzen. Dabei werden die Wurzeln mit einer Schere etwa ¼ gekürzt. Eine größere Bonsai-Schale ist nur erforderlich, wenn die Pflanze sich so entwickelt hat, dass die Proportionen nicht mehr stimmen. Sehr alte Solitär-Stücke behalten stets ihr passendes Gefäß, nur die Erde wird im Abstand von 4-5 Jahren erneuert, verbunden mit einem Wurzelschnitt. Bonsaierde gibt es im Fachhandel. Nach dem Umtopfen gut wässern und nicht austrocknen lassen.

Krankheiten / Schädlinge

Ist eine Behandlung erforderlich, kann diese wie bei Zimmerpflanzen durchgeführt werden. Der beste Schutz gegen Krankheiten oder Schädlingsbefall ist eine gute Pflege und der richtige Standort.

Standort

Wie andere Pflanzen brauchen auch Indoor-Bonsai ausreichend Licht zum Gedeihen. Wählen Sie immer einen Fensterplatz. Es gibt Indoor-Bonsai für kühle und warme Räume. Im Sommer kann der Indoor-Bonsai auch im Freien stehen, jedoch nicht in der direkten Sonne. Das Sortiment an Indoor-Bonsai ist inzwischen sehr umfangreich und bietet für jeden Standort verschiedene Möglichkeiten.

Für eine Sammlung auf der Fensterbank sollten Sie beachten, dass möglichst gleiche Licht- und Wärmebedürfnisse bestehen. Im Laufe der Jahre gewinnt Ihr Indoor-Bonsai an Schönheit und Ausdruckskraft. Je intensiver Sie sich mit Ihm beschäftigt haben, um so wertvoller wird er. Durch Ihre Pflege entsteht eine kleine Kostbarkeit, die Sie vielleicht einst als Familienstück weitergeben, wie es im Reich der Mitte Tradition ist.