Allgemeine Infos und Tipps

Abmoosen

 

Die beste Zeit dazu ist das Frühjahr.

Ein Kalender (Spezies/Zeitpunkt/Dauer Wurzelbildung) finden wir in BA 138, Seite 60.

 

 

Aluminiumdraht

 

Für biegsamere Stamm- und Aststrukturen.

 

 

Astring und Astkragen

 

Unter Astkragen versteht man den Bereich des Baumes, an dem der Ast aus dem Stamm entspringt. Es ist eine Verdickung, die von Art zu Art unterschiedlich stark auftreten kann.

Der Astring ist ist nur schwach ausgebildet und nur wenige mm breit. Es ist die Stelle, die dem Astkragen folgt und in etwa der Stärke/Dicke des weiteren Astes entspricht. Häufig werden Äste „Astring geschnitten“, etwa 5-8 mm vor dem Astring –vom Ast aus gesehen-. Schneidet man näher am Stamm, im Astkragen, kann dies erhebliche Verletzungen hervorrufen. Bei einem Schnitt auf Astring trocknet dann der verblieben Stumpf zurück und kann später entfernt werden.

 

 

Blattschnitt

 

Der B. dient nicht nur dazu, kurzfristige, kleinblättrige Struktur zu erhalten, sondern fördert auch die filigranere Verzweigung. Wenige Triebe erzeugen große Blätter.

 

 

Drahten

 

Beim Drahten eines laubabwerfenden Baumes sollte man darauf achten, dass die Äste an ihrem Stammansatz zunächst aufrecht aus dem Baum entspringen. Betrachten wir aufmerksam einen laubabwerfenden Baum in der Natur, sehen wir, dass die Äste einen aufsteigenden Habitus haben, bevor sie an ihren Enden nach unten hängen. Dies ist ein Trick der Natur, damit die Äste nicht brechen. Gelingt es einem, diese Bewegung bei der Gestaltung eines Bonsai nachzuempfinden, erhält man eine natürlich wirkende Form.

Im Gegensatz zu Laubbäumen haben Nadelbäume Äste, die waagerecht oder schon am Ansatz hängend wachsen, wobei ihr faseriges, flexibles, harziges Holz dafür sorgt, dass die Äste nicht so leicht brechen.

 

                         Idealer Zeitpunkt zum Drahten von Koniferen Monate

 

  • - Mädchenkiefer                                                         1/2/3/9/10/11/12
  • - Schwarzkiefer                                                          dto.
  • - Jap. Rotkiefer                                                          dto.
  • - Edo-Fichte                                                              3/4/10/11
  • - Chin. Wacholder                                                     1/2/3/11/12
  • - Jap. Sicheltanne                                                      3/4/5/9/10
  • - Igelwacholder                                                         4/5/6/9/10
  • - Hemlocktanne                                                         1/2/3/9/10/11/12

 

 

Feldkultur

 

(z.B. die ersten Jahre nach einer Yamadori-Tour – Bericht aus „Enger“ in BA 85, hier nur in Stichworten wieder gegeben):

 

Einsetzen der Pflanzen über eine Grundlage (Ziegelstein/Holzbrett), damit sich die Wurzeln in die Waagerechte entwickeln. –„ klingt logisch, oder?“

Nur in dieser Phase kann auch die Oberflächenwurzelstruktur beeinflusst werden.

Schnittmaßnahmen:  Gleichgewicht muss erreicht werden, d.h., dass die Zweige im unteren Bereich gefördert werden, bzw. man lässt sie wachsen. Ansonsten nimmt die Spitze Überhand.

Solang die Pflanze im „freien Erdreich“ steht, wird das Astwerk auf Dickenwachstum bearbeitet und nur an den Spitzen im Ansatz pinziert.

Der Aufbau der Spitze nach der relativ bekannten Methode aus einem Zweig; dabei besteht das Problem, die unterschiedliche Dicke des Stammes und der neuen Spitze auszugleichen. Man lässt daher den Zweig frei weiter wachsen und schneidet ihn Jahr für Jahr an der gewünschten Stelle: im folgenden Jahr wird er wieder wachsen, und man wiederholt den Vorgang, bis der Unterschied im Durchmesser nicht mehr besteht.

Wenn die Äste der Pflanze selbst von neuem wachsen, werden sie weiterhin beschnitten, wobei darauf zu achten ist, dass bei den wenigen Ästen, die stehen bleiben und die Struktur bilden sollen, der Ansatz gedrahtet wird, weil es schon bald schwierig sein wird, diese auszurichten.

  • 1 Jahr nach Yamadori sollte der Baum ungestört wachsen.
  • Nach 2-3 Jahren kann der Baum in eine erst, nicht „zu“ kleine Schale gepflanzt werden. Das Wurzelwerk muss jetzt nach und nach zurückgenommen werden, bis der Ballen dann in eine passende Schale „passt“.     

 

 

Felsenpflanzung

 

Als Substratmischung eignet sich hierzu: in gleichen Teilen feines Akadama, Ketoerde und Torfmoos. Diese Mischung mit Wasser zu einer Knete vermischen. Vorteil: Die Feuchtigkeit im Substratinneren bleibt länger erhalten. Aber Vorsicht: Wenn diese Knete austrocknet, nimmt sie schwer neue Feuchtigkeit auf. Daher immer leicht feucht halten.

 

 

Freiland

 

Wird ein Baum zurück in das Freiland gesetzt, erhält er neue Kraft. Dies sollte passieren, wenn der Baum „schwächelt“ oder wenn mittelfristig ein Dickenzuwachs des Stammes gewünscht wird. Auch Yamadori-Bäume sollten zunächst diese Vorgehensweise erfahren.

Der Baum bildet dann neue Äste, die häufig die bereits gestalteten, etablierten Äste überwachsen und zum Absterben bringen. Daher sind diese Neuzuwächse, sofern sie nicht „passen“, komplett zu entfernen. Äste mit verwelkten Knospen sind meist tot – Entfernen!!-.

 

 

Gießen

 

Winter: Zu starke Besonnung bei frostigen Temperaturen kann zu Frosttrocknis führen, da selbst laublose Bäume über ihre Rinde Wasser verdunsten.

 

 

Herbstfärbung

 

Die schöne Herbstfärbung, z.B. beim Ahorn (Änderung der Farben) wird ausführlich in BF 76 Seite 12 beschrieben.

 

 

Koniferen

 

K. erfahren die massiven Gestaltungsarbeiten wie Drahten, Astschnitt etc. ab Mitte Oktober bis zum Austrieb. Allerdings nicht während Frostperioden. Die gestalteten Bäume dann vor Frost schützen und häufig übersprühen.

 

 

Kupferdraht

 

Hauptsächlich bei Koniferen/Nadelgehölzen verwenden.

 

 

Moos

 

Gesammeltes Moos von der Erde befreien. Bei Pflanzungen sollten die Moosränder intensiven Kontakt mit der Erde haben. Verbleibt die Erde am Moos, ist ein Anwachsen fraglich.

Wenn möglich auch unterschiedliche Moose zusammenbringen. Dies erhöht die „optische Tiefe“.

 

 

Pinzieren

 

Beim P. nicht nur die Triebspitzen bearbeiten sondern auch die anderen Bereiche des Baumes beachten.

 

 

Schalen

 

Test der Frostsicherheit: Aufhängen der Schale „an“ Daumen und Zeigefinger. Mit dem Knöchel der anderen Hand anschlagen: Je höher der Klang, desto frostsicherer ist die Schale. Der Ton sollte klar und „nachschwingen“. Ein dumpfer Ton und kein „Nachschwingen“ deutet auf mangelnde Frostsicherheit hin.

 

 

Shohin

 

S. werden während der Struktuierungsmaßnahmen jährlich umgetopft.

 

 

Stammbruch

 

St. ist ein u.U. notwendiges Gestaltungskriterium, welches angewendet wird, wenn die fließende Richtung eines Baumes nicht gewünscht wird, oder eben eine solche Fließrichtung nicht möglich ist. Der Baum wird sich danach komplett anders darstellen (s. z.B. B 123/09).

 

 

Stresslaub

 

Vermeidung von ….: Wenn ein alter Wacholder umgetopft wird, kann dadurch eine Verjüngung der Zweige erfolgen und die Bildung jugendlichen Laubes induziert werden. Man muss sich deshalb keine Sorge um die Gesundheit des Baumes machen, aber es sieht nicht gut aus. Damit sich der Baum schnell erholen kann, soll das Stresslaub nicht direkt abgeschnitten werden. Der Baum sollte sich erst einmal vom Umtopfen erholen. Vermeiden kann man Stresslaub aber, indem die Wurzeln beim Umtopfen nicht zu stark zurückgeschnitten werden.

Auch kann zu starker Rückschnitt an Ästen/Trieben, zu wenig Licht und Wasser, falsche Düngung oder eine schlecht Drainage die Ursache sein.

 

 

Triebschnitt/Zupfen

 

Logik: Durch Zupfen/Triebschnitt etc. wird Verzeigung erreicht, aber auch u.U. der Austrieb schlafender Knospen. Was bewirkt dies auch? Die entstehende, neue Blattmasse muss sich die vorhandenen Nährstoffe teilen. Die Folge ist, dass die neuen Austriebe und Blätter kleiner bleiben.

 

 

Umpflanzen

 

Idealer Zeitpunkt zum U. bei Blattbonsai ist, wenn sich die Knospen leicht geöffnet haben.

Der 21.3. sollte hier als Mittelpunkt dieser Zeit gelten. Junge Laubbäume sind alle 2-3 Jahre, reifere Bäume dagegen alle 3-4 Jahre umzutopfen.

 

 

Unterscheidungsmerkmale

 

Hauptunterschiede zwischen einem Dreispitz- und einem Fächerahorn:

Wachstumsverhalten: Der FA wächst hauptsächlich im Frühjahr. Das Wachstum erfährt etwa im Juni eine Unterbrechung, der später ein zweiter, weniger starker Austrieb folgt.

Der DSA wächst dagegen die gesamte Wachstumsperiode über, muss also dauernd bearbeitet werden, damit die Zweige nicht verdicken können. 

 

 

Wintergestaltung

 

Wenn die Winterruhe durch gestalterische Maßnahmen unterbrochen wird, sollten die Bäume anschließen mindestens 6 Wochen frostfrei gehalten werden.

 

 

Yamadori

 

Y.-Pflanzen zunächst beim Eintopfen einen hohen mineralischen Anteil hinzufügen, um das Wurzelwachstum anzuregen.